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Möglichkeiten einer Pflege-Weiterbildung in der Schweiz sind zahlreich vorhanden, weshalb Du bei den vielen Alternativen leicht den Überblick verlieren kannst. Dieser Beitrag gibt Dir eine Übersicht zu den wichtigsten Weiterbildungsmöglichkeiten für Schweizer Pflegepersonen.
Das Wichtigste in Kürze
- In der Schweiz kannst Du Dich in der Pflege mit Kursen, eidgenössischen Prüfungen, Nachdiplomstudien HF oder an einer Hochschule weiterbilden.
- Eine Berufsprüfung (BP) führt zum eidgenössischen Fachausweis, eine höhere Fachprüfung (HFP) zum eidgenössischen Diplom. Die Zulassung hängt von der jeweiligen Prüfungsordnung ab.
- Für diplomierte Pflegefachpersonen sind Nachdiplomstudien HF unter anderem in Anästhesiepflege, Intensivpflege und Notfallpflege möglich.
- Hochschulweiterbildungen umfassen CAS mit mindestens 10, DAS mit mindestens 30 und MAS mit mindestens 60 ECTS-Punkten.
- Ein Master of Science (MSc) in Pflege ist ein akademischer Studienabschluss und kann Dich auf eine Tätigkeit als Advanced Practice Nurse (APN) vorbereiten.
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Optionen für eine Pflege-Weiterbildung in der Schweiz
Die diversen Optionen der Pflege-Weiterbildung in der Schweiz unterscheiden sich zum einen anhand der Institution, bei der Du die Massnahme absolvierst. Hierfür kommen neben Hochschulen, wie beispielsweise einer Fachhochschule, auch weitere anerkannte Weiterbildungszentren als Ort in Frage. Zum anderen gibt es einen grossen Unterschied hinsichtlich des zeitlichen Umfangs.
Während manche Pflege-Weiterbildungen mit einigen Tagen Kurszeit absolviert sind, benötigst Du für andere mehrere hundert Stunden Zeitaufwand. In jedem Fall ist es sinnvoll, geplante Schritte der Weiterbildung im Vorhinein mit Deinem Arbeitgeber abzusprechen. Die wichtigsten Weiterbildungsoptionen für Pflegepersonen in der Schweiz werden im Folgenden kurz vorgestellt.
Eidgenössische Prüfungen (BP und HFP)
Die Berufsprüfung (BP) und die höhere Fachprüfung (HFP) bieten fachliche Vertiefungsmöglichkeiten, in der Pflege etwa für Fachfrauen Gesundheit (FaGe) und Fachfrauen Betreuung (FaBe). Die BP ist in der Regel die erste Spezialisierungsmöglichkeit nach einer Ausbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) und entsprechender Berufserfahrung und kann zum Beispiel in der Langzeitpflege, der psychiatrischen Betreuung oder in angewandter Kinästhetik absolviert werden. Bei Bestehen erhältst Du einen eidgenössischen Fachausweis.
Die HFP hingegen weist ein höheres Anforderungsniveau auf und bereitet auf anspruchsvolle Fach- und Führungsfunktionen vor. Der Abschluss erfolgt mit einem eidgenössischen Diplom. Infrage kommende Weiterbildungsangebote in der Pflege sind etwa die HFP Diabetesberatung und die HFP Beratung Frühe Kindheit.
Mehr zu den genannten Prüfungen findest Du hier:
- Berufsprüfung: Möglichkeiten im Gesundheitswesen
- Höhere Fachprüfung: Voraussetzungen, Kosten und Möglichkeiten
Weitere Informationen zu den genannten Berufen gibt es hier:
- Fachfrau Gesundheit EFZ (FaGe): Ausbildung, Berufsbild und Lohn
- Fachfrau Betreuung EFZ (FaBe): Ausbildung, Berufsbild und Lohn
- Berater Frühe Kindheit HFP
- Diabetesfachberaterin HFP: Ausbildung und Beruf
Nachdiplomstudien HF (NDS HF)
Für diplomierte Pflegefachpersonen HF oder FH sind auch Nachdiplomstudiengänge an höheren Fachschulen ein wichtiger Weiterbildungsweg. Dazu gehören insbesondere die NDS HF in Anästhesiepflege, Intensivpflege und Notfallpflege. Die Zulassung richtet sich nach dem jeweiligen Studiengang und Bildungsanbieter.
Weiterbildungskurse (WBK)
Weiterbildungskurse stellen Einzelmodule dar, während denen Du kompaktes Fachwissen innerhalb eines Spezialbereiches vermittelt bekommst. Der Arbeitsaufwand wird nach dem European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) angegeben, sofern der Kurs ECTS-Punkte vergibt. Umfang und Dauer hängen vom jeweiligen Angebot ab. Für eine Weiterbildung in der Pflege stehen beispielsweise folgende Kurse zur Verfügung:
- WBK Demenz und Delir
- WBK Antitumorale Therapie
- WBK Grundlagen Neuro-Care
- WBK Gesundheitswissenschaften
- WBK Clinical Leadership
Certificate of Advanced Studies (CAS)
Ein CAS ist ein Hochschulweiterbildungsabschluss mit mindestens zehn ECTS-Punkten. Das entspricht üblicherweise einem Arbeitsaufwand von rund 250 bis 300 Stunden. Die Zulassungsvoraussetzungen legt der jeweilige Anbieter fest. Infrage kommen im Bereich Pflege etwa:
- CAS Chronic / Palliative Care
- CAS Family Systems Care
- CAS Rehabilitation Care
- CAS Wound Care
Mehr zum CAS findest Du hier:
Diploma of Advanced Studies (DAS)
Die nächste Stufe der Hochschulweiterbildung ist das Diploma of Advanced Studies. Für ein DAS sind mindestens 30 ECTS-Punkte erforderlich, der Arbeitsaufwand beläuft sich bei 30 ECTS-Punkten auf rund 750 bis 900 Stunden. Für ein DAS als Pflege-Weiterbildung in der Schweiz stehen zum Beispiel gerontologische, pädiatrische oder onkologische Pflege zur Verfügung.
Mehr zum DAS erfährst Du hier:
Master of Advanced Studies (MAS)
Entscheidest Du Dich für eine Pflege-Weiterbildung per MAS, so musst Du bei 60 ECTS-Punkten mit einem Arbeitsaufwand von ungefähr 1’500 bis 1’800 Stunden. Diese umfangreiche Hochschulweiterbildung schliesst in der Regel mit einer Masterarbeit ab. Für Pflegefachpersonen gibt es beispielsweise:
- MAS Interprofessionelles Schmerzmanagement
- MAS Pädiatrische Pflege
- MAS Onkologische Pflege
- MAS Care Management
- MAS Geriatric Care
Weitere Infos zum MAS erhältst Du hier:
Master of Science
Ein Master of Science (MSc) in Pflege kann Dich auf eine Tätigkeit als Advanced Practice Nurse (APN) vorbereiten; der Studienabschluss und die konkrete berufliche Funktion sind dabei zu unterscheiden. Als APN bearbeitest Du hochkomplexe Problemstellungen und entwickelst neue Lösungskonzepte für die klinische Praxis. Die 90 ECTS-Punkte kannst Du beispielsweise an der ZHAW in drei oder vier Semestern Vollzeit beziehungsweise in sechs Semestern Teilzeit erwerben.
Mehr zur APN erfährst Du hier:
Pflegeassistent/in Stellenangebote
Weiterbildungsbereiche
Untergliederst Du alle Weiterbildungen für die Pflege in der Schweiz, so lassen sich prinzipiell drei Unterkategorien festlegen.
Erstens die fachliche Vertiefung, wobei Du Deine Kenntnisse und Kompetenzen in einem Fachgebiet erweiterst und somit eventuell im Anschluss mehr Fachverantwortung übernehmen kannst.
Zweitens das Gebiet Führung. Bei Weiterbildungen in dieser Richtung kann sich der Patientenkontakt je nach Funktion verändern, dafür übernimmst Du jedoch mehr planende, koordinierende sowie organisierende Aufgaben.
Schliesslich gibt es noch den Bereich Bildung für diejenigen, die ihr erworbenes Wissen (nach einer Weiterbildung) an Lernende weitergeben wollen.

Vorteile einer Pflege-Weiterbildung in der Schweiz
Eine Weiterbildung in der Pflege bietet zahlreiche Vorteile, die sowohl Dir als auch den von Dir betreuten Patienten zugutekommen. Die wichtigsten Vorteile sind hier übersichtlich aufgelistet:
- Verbesserung der Pflegequalität
- Neue Herausforderungen und Karrierechancen
- Steigerung der beruflichen Zufriedenheit
- Stärkung der eigenen Position auf dem Arbeitsmarkt
- Betreuung individueller Patientenbedürfnisse
- Förderung der persönlichen Entwicklung
- Je nach Abschluss und neuer Funktion bessere Lohnaussichten
Passende Jobs in der Pflege
Wenn Du aktuell auf der Suche nach einem Job in der Pflege bist, wirst Du bei Medi Karriere fündig. Hier gibt es zahlreiche Jobs für Pflegefachpersonen, Stellenangebote als FaGe , Stellen als Pflegeassistent und viele mehr.
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Häufige Fragen zur Pflege-Weiterbildung in der Schweiz
- Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es in der Pflege in der Schweiz?
- Kann ich mich mit einem FaGe-EFZ in der Schweiz in der Pflege weiterbilden?
- Was ist der Unterschied zwischen einem NDS HF und einem CAS in der Pflege?
- Ist ein MAS in Pflege dasselbe wie ein Master of Science in Pflege?
Du kannst einzelne Weiterbildungskurse besuchen, eine Berufsprüfung (BP) oder höhere Fachprüfung (HFP) ablegen, ein Nachdiplomstudium HF absolvieren oder eine Hochschulweiterbildung wie CAS, DAS oder MAS wählen. Auch ein Bachelor- oder Masterstudium in Pflege kommt je nach bisherigem Abschluss infrage. Welcher Weg zu Dir passt, hängt von Deiner Ausbildung und Deinem Berufsziel ab.
Ja. Mit einem FaGe-EFZ kannst Du beispielsweise eine passende Berufsprüfung anstreben. Dafür brauchst Du in der Regel zusätzlich einschlägige Berufserfahrung; die genauen Anforderungen stehen in der Prüfungsordnung. Ein Masterstudium in Pflege setzt dagegen üblicherweise einen entsprechenden Hochschulabschluss voraus.
Ein NDS HF ist ein Nachdiplomstudium an einer höheren Fachschule. In der Pflege gibt es diesen Weg insbesondere für Anästhesiepflege, Intensivpflege und Notfallpflege. Ein CAS ist eine Hochschulweiterbildung mit mindestens zehn ECTS-Punkten. Die Abschlüsse gehören somit zu unterschiedlichen Bildungswegen; prüfe für Deine Wunschfunktion die verlangte Qualifikation und die Zulassungsvoraussetzungen des konkreten Angebots.
Nein. Ein MAS ist eine berufliche Hochschulweiterbildung mit mindestens 60 ECTS-Punkten. Ein Master of Science (MSc) ist ein akademischer Masterstudiengang; der MSc Pflege an der ZHAW umfasst beispielsweise 90 ECTS-Punkte. Wenn Du eine bestimmte Stelle oder eine Tätigkeit als APN anstrebst, solltest Du prüfen, welcher Abschluss dafür verlangt wird.
- ZHAW, “Weiterbildung”, https://www.zhaw.ch/... (letztes Abrufdatum: 25.09.2026)
- ZHAW, “Weiterbildung Pflege”, https://www.zhaw.ch/... (letztes Abrufdatum: 25.09.2026)
- Fachhochschule Nordwestschweiz, “DAS – Diploma of Advanced Studies”, https://www.fhnw.ch/... (letztes Abrufdatum: 25.09.2026)
- Kalaidos Fachhochschule Schweiz, “Unser Bildungsangebot”, https://www.kalaidos-fh.ch/... (letztes Abrufdatum: 25.09.2026)
- ZHAW, “Master Pflege”, https://www.zhaw.ch/... (letztes Abrufdatum: 25.09.2026)









