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Pflegeberufe in der Schweiz bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten – Von der Akutpflege im Spital, über Spitex-Dienste, bis hin zur Langzeitpflege in Altersheimen. Dabei spielen nicht nur die konkreten Tätigkeiten, sondern auch die Verdienstmöglichkeiten eine entscheidende Rolle bei der Berufswahl. Die Löhne in der Pflege variieren stark je nach Ausbildung, Spezialisierung und Arbeitsumfeld. Dieser Überblick zeigt Dir, wie viel Du in verschiedenen Pflegeberufen verdienen kannst, welche Faktoren Deinen Lohn beeinflussen und wie Du Deine Gehaltsentwicklung verbessern kannst.
Das Wichtigste in Kürze
In der Schweizer Pflege hängen die Löhne maßgeblich von Ausbildung, Berufserfahrung, Kanton, Arbeitgeber und GAV ab. Wer eine Grundausbildung mit EFZ absolviert, kann mit einem Einstiegslohn von rund 4'100 und 4'800 Schweizer Franken rechnen. Pflegefachpersonen mit HF oder FH liegen in der Regel zwischen 5'850 und 6'750 Franken. Leitungsfunktionen oder spezialisierte Bereiche wie Intensiv- oder Anästhesiepflege ermöglichen Gehälter über 7'000 Franken. Berufliche Weiterbildung und Übernahme von Verantwortung sind entscheidende Faktoren für eine Lohnsteigerung.
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Welche Faktoren beeinflussen den Lohn?
Die Löhne in der Pflege hängen in erster Linie von Ausbildungsniveau, Berufserfahrung, Funktion und Tarifbindung ab. Einrichtungen mit GAV bieten oft klar definierte Lohnstufen und höhere Mindestlöhne, während der Verdienst bei privaten Trägern stärker variieren kann. Mit höheren Qualifikationen wie HF, FH oder MAS steigen meist auch Einstiegslöhne und die Karrierechancen. Eine weitere Rolle spielt die Region., in der Du beschäftigt bist: Löhne in städtischen Gebieten wie Zürich oder Genf sind häufig höher als in ländlichen Regionen. Leitungsfunktionen, Spezialisierungen und zusätzliche Verantwortung wirken sich zusätzlich positiv auf den Lohn aus.
Gesamtarbeitsverträge und Lohnspannen
Pflegeberufe werden in der Schweiz häufig durch GAV geregelt, die Mindestlöhne, Erfahrungsstufen und Zulagen festlegen. Die Lohnspanne hängt von Funktion, Erfahrung und Ausbildungsgrad ab und kann je nach Einrichtung variieren.
| Ausbildungsniveau | Typische Lohnspanne |
| Pflegehelfer (EFZ) | ca. 4’100 - 4'250 CHF |
| Assistenz Gesundheit und Soziales (EBA) | ca. 4’200 - 4’600 CHF |
| Fachperson Gesundheit (EFZ) | ca. 4’500 - 4’800 CHF |
| Pflegfachperson (HF) | ca. 5’850 - 6’000 CHF |
| Pflegefachperson (FH) | ca. 6’500 - 6’750 CHF |
| Pflegedienstleitung | ca. 7’000 CHF oder mehr |
Lohn in der Pflege mit EFZ oder EBA
Zu den Berufen mit EFZ zählen Fachmänner Gesundheit (FaGe), Fachmänner Betreuung (FaBe), Pflegehelfer und der Assistent Gesundheit und Soziales (AGS). Pflegehelfer erhalten einen Einstiegslohn von etwa 3’984 Schweizer Franken im Monat, wobei der Lohn mit Erfahrungszuwachs auf rund 4’243 Franken pro Monat steigt. FaGe und FaBe starten bei rund 4’500 Franken monatlich, der Durchschnitt liegt bei 4’700 Franken (FaGe) bzw. 5’686 Franken (FaBe). EBA-Ausbildungen liegen im Schnitt bei 4’500 bis 4’576 Schweizer Franken pro Monat. AGS erhalten einen Lehrlingslohn von 650 Franken im Monat und einen späteren durchschnittlichen Lohn von etwa 4’167 Schweizer Franken.
Mehr Informationen zu den Löhnen gibt es hier:
- Lohn Fachmann Gesundheit (FaGe)
- Lohn Fachmann Betreuer (FaBe)
- Lohn Pflegehelfer
- Lohn Assistent Gesundheit und Soziales (AGS)
Lohn in der Pflege mit HF oder FH
Höher Fachschulabschlüsse (HF) und Fachhochschulabschlüsse (FH) eröffnen deutlich höhere Löhne. Pflegefachpersonen HF verdienen durchschnittlich 5’850 bis 6’000 Schweizer Franken im Monat, Pflegefachpersonen FH etwa 6’576 Schweizer Franken. Wer in leitender Funktion oder in spezialisierten Bereichen arbeitet, kann die Lohnspanne auf über 7’000 Franken erweitern.
Ein klassisches Pflege-Studium an einer FH / Uni wird nicht bezahlt, da es ein Vollzeitstudium ist und kein duales Modell. Zudem musst Du meist Studiengebühren entrichten, um eingeschrieben zu sein und Prüfungen ablegen zu können. Diese Gebühren sind regelmäßig pro Semester abzubezahlen.
Mehr zu den jeweiligen Löhnen findest Du hier:
Lohn nach Weiterbildungen und Leitungstätigkeiten
Weiterbildungen sind ein zentraler Hebel zur Lohnsteigerung. In der Intensiv- und Notfallpflege HF liegt der Einstiegslohn bei etwa 5’900 Schweizer Franken und der Durchschnittslohn liegt bei etwa 6’500 Franken im Monat.
Leitungstätigkeiten wie die einer Pflegedienstleitung oder Stationsleitung, verdienen im Monat etwa 7’000 Schweizer Franken und aufwärts, abhängig von Erfahrung und Institution. Im Durchschnitt liegt der Lohn beider Leitungstätigkeiten bei etwa 7’700 Schweizer Franken.
Spezialisierst Du dich beispielsweise im Bereich der Anästhesie oder im Wundmanagement so kannst Du mit Löhnen im Bereich zwischen 6’000 bis 7’000 Schweizer Franken im Monat rechnen. Berufliche Weiterbildungen wie CAS, MAS oder Spezialisierungen zahlen sich nicht nur verdiensttechnisch, sondern auch durch die Übernahme von mehr Verantwortung oder das Bekleiden einer Leitungstätigkeit aus.
Mehr zu den Löhnen in Leitungstätigkeiten findest Du hier:
Wie kannst Du deinen Lohn steigern?
Die höchsten Löhne im Pflegebereich erzielen Fachkräfte mit weiterführender Qualifikation, Spezialisierung und Leitungsverantwortung. Dazu zählen:
- Pflegedienstleitungen und Stationsleitungen
- Pflegefachpersonen HF/FH mit Spezialisierungen
- Akademische Pflegeberufe wie Pflegemanagement
Darüber hinaus verbessern Stellen in städtischen Regionen oder GAV-gebundene Einrichtungen die Lohnmöglichkeiten. Weiterbildung, Spezialisierung und die Übernahme von Verantwortung wirken sich direkt auf das Einkommen aus.
Passende Jobs in der Pflege
Falls Du aktuell auf der Suche nach einem Job in der Pflege bist, kannst du bei Medi-Karriere fündig werden. Hier gibt es FaBe Stellenangebote, Jobs für Pflegefachmänner, Stellen als Pflegedienstleitung und viele mehr.
Häufige Fragen
- Wovon hängt der Lohn in der Pflege in der Schweiz am stärksten ab?
- Welche Wege erhöhen den Lohn in der Pflege in der Schweiz am schnellsten?
Löhne in der Schweiz hängen vor allem vom Ausbildungsniveau (EBA/EFZ/HF/FH), Berufserfahrung, Funktion und Verantwortung ab. Auch, ob die Einrichtung einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterliegt, spielt eine wesentliche Rolle.
Am meisten wirken Weiterbildungen (beispielsweise in der Intensiv- und Notfallpflege), Spezialisierungen (etwa in Anästhesie oder Wundmanagement) und Leitungsfunktionen. Arbeitgeber, die einem GAV unterliegen zahlen meist höhere Löhne als direkte Konkurrenten ohne GAV.



