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In der Schweiz waren 2025 insgesamt 44’612 Ärzte berufstätig. Das sind 2’010 mehr als im Vorjahr und entspricht einem Plus von 5 Prozent. Die aktuelle FMH-Ärztestatistik 2025 zeigt jedoch: Mehr Ärzte allein reichen nicht aus, um die medizinische Versorgung langfristig zu sichern. Die Ärzteschaft wird älter, die Grundversorgung bleibt angespannt und die Schweiz ist weiterhin stark auf Ärzte mit ausländischem Diplom angewiesen.
Das Wichtigste in Kürze
- 2025 arbeiteten in der Schweiz 44'612 Ärzte.
- Ein Viertel der Ärzteschaft ist 60 Jahre oder älter.
- Die Grundversorgung bleibt angespannt, trotz qualifizierter Fachkräfte aus dem In- und Ausland.
- Die steigenden Arztzahlen allein die Versorgungsprobleme nicht lösen.
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FMH-Ärztestatistik 2025: Die wichtigsten Zahlen im Überblick
Die FMH-Ärztestatistik gibt einen umfassenden Überblick über die ärztliche Versorgung in der Schweiz. Grundlage ist die FMH-Datenbank mit Angaben zu den berufstätigen Ärzten in der Schweiz, etwa zu Alter, Geschlecht, Nationalität und Arbeitsort zum 31. Dezember 2025. Ergänzt werden diese Daten durch Informationen aus dem Mitgliederportal myFMH zur Berufstätigkeit – zum Beispiel zum Arbeitspensum oder zur Praxisstruktur. Für die Ärztestatistik 2025 standen Angaben von mehr als 22’000 Ärzten zur Verfügung.
Die Statistik zeigt: Zwar wächst die Zahl der berufstätigen Ärzte weiter, gleichzeitig bleiben die Altersstruktur, die angespannte Grundversorgung und die Abhängigkeit von ausländischen Fachkräften zentrale Herausforderungen.
| Kennzahl | Wert |
| Berufstätige Ärzte | 44’612 |
| Veränderung zum Vorjahr | + 2’010 (+ 5 Prozent) |
| Durchschnittsalter | 50 Jahre |
| Anteil der Ärzteschaft ab 60 Jahren | 25 Prozent |
| Anteil der Ärzteschaft mit ausländischem Diplom | 43 Prozent |
| Ärztedichte insgesamt | 4,2 VZÄ je 1’000 Einwohner |
| Grundversorgerdichte | 0,9 VZÄ je 1’000 Einwohner |
Grundversorgung bleibt weiterhin angespannt
Trotz steigender Arztzahlen zeigt die FMH-Ärztestatistik, dass die medizinische Versorgung nicht in allen Bereichen gleich gut gesichert ist. Besonders die Grundversorgung bleibt eine Herausforderung.
Die Ärztedichte liegt bei 4,2 Vollzeitäquivalenten (VZÄ) pro 1’000 Einwohner. Für die Grundversorgung – insbesondere durch Hausärzte – beträgt sie dagegen nur 0,9 VZÄ pro 1’000 Einwohner. Das verdeutlicht, dass gerade der Bereich, der für viele Menschen die erste Anlaufstelle im Gesundheitssystem ist, weiterhin unter Druck steht. Hausärzte übernehmen eine zentrale Rolle bei der Erstabklärung, der langfristigen Betreuung und der Koordination weiterer Behandlungen.
Ein Viertel der Ärzteschaft ist 60 oder älter
Auch die Altersstruktur bereitet Sorge. Das Durchschnittsalter der Ärzteschaft liegt mittlerweile bei 50 Jahren, jeder vierte Arzt ist 60 Jahre oder älter. Damit zeichnet sich in den kommenden Jahren eine grössere Pensionierungswelle ab.
Für das Gesundheitssystem bedeutet das eine doppelte Herausforderung: Einerseits müssen frei werdende Stellen nachbesetzt werden, andererseits steigt der medizinische Versorgungsbedarf einer alternden Bevölkerung kontinuierlich.
Schweiz bleibt auf ausländische Ärzte angewiesen
Die Statistik macht zudem deutlich, wie stark die Schweiz weiterhin auf ausländische Fachkräfte angewiesen ist. 43 Prozent der berufstätigen Ärzte haben ihr Medizinstudium im Ausland abgeschlossen. Auch beim ärztlichen Nachwuchs zeigt sich diese Entwicklung: Mehr als die Hälfte der 2025 verliehenen eidgenössischen Facharzttitel ging an Ärzte mit ausländischem Diplom. Zusätzlich wurden 1’533 ausländische Facharzttitel anerkannt.
Nach Einschätzung der FMH hilft die Zuwanderung zwar dabei, kurzfristige Versorgungslücken zu schliessen. Langfristig bleibt die Schweiz jedoch stark von im Ausland ausgebildeten Fachkräften abhängig. Der Berufsverband fordert deshalb mehr Studienplätze in der Humanmedizin sowie zusätzliche Weiterbildungsplätze, um den Bedarf künftig stärker mit im Inland ausgebildeten Ärzten decken zu können.
Zudem werden Investitionen entlang der gesamten Ausbildungskette gefordert – von zusätzlichen Studienplätzen in der Humanmedizin bis hin zu zusätzlichen Weiterbildungsplätzen. Gleichzeitig weist die FMH darauf hin, dass hohe administrative Belastungen und wirtschaftlicher Druck Ärzte zunehmend von ihrer eigentlichen Aufgabe abhalten: der medizinischen Versorgung der Patienten.
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- FMH, “FMH-Ärztestatistik 2025: Ein Viertel der Ärztinnen und Ärzte ist 60+”, https://www.fmh.ch/... (Letzter Zugriff am: 24.07.2026)
- FMH, “Berufstätige Ärztinnen und Ärzte nach Sektoren”, https://aerztestatistik.fmh.ch/... (Letzter Zugriff am: 24.07.2026)

