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Wer den Bildungsgang als dipl. Pflegefachfrau oder Pflegefachmann an einer Höheren Fachschule (HF) absolvieren möchte, muss grundsätzlich eine Eignungsabklärung ablegen. Der Eignungstest HF Pflege kann Teil dieser Eignungsabklärung sein. Viele Anbieter wie Careum und das ZAG, nutzen hierbei die Kompetenzanalyse Gesundheit HF von gateway.one, ein vierstündiges computergestütztes Verfahren. Dieser Ratgeber erklärt, wie die Eignungsabklärung typischerweise abläuft, welche Kompetenzen geprüft werden und gibt Tipps für eine erfolgreiche Vorbereitung.
Das Wichtigste zum Eignungstest HF Pflege in Kürze
- Der Eignungstest HF Pflege kann ein Bestandteil der verpflichtenden Eignungsabklärung für den HF-Bildungsgang sein.
- Es gibt keinen schweizweit einheitlichen Eignungstest. Dieser variiert je nach Bildungsanbieter.
- Zentrale Voraussetzung ist ein Abschluss auf Sekundarstufe II oder ein gleichwertiger Abschluss.
- Viele Anbieter nutzen im Eignungstest die Kompetenzanalyse Gesundheit HF. Dieses computergestützte Verfahren dauert vier Stunden und kostet aktuell 150 Schweizer Franken.
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Was ist der Eignungstest HF Pflege?
Der Eignungstest HF Pflege kann ein Bestandteil der verpflichtenden Eignungsabklärung für den Bildungsgang zur dipl. Pflegefachperson sein, der an einer Höheren Fachschule (HF) absolviert wird und mit einem Diplom schliesst. Weitere Bestandteile können die Prüfung des Bewerbungsdossiers, ein Eignungspraktikum, ein Aufnahmegespräch und betriebliche Auswahlverfahren sein. Umgangssprachlich wird der Begriff jedoch häufig für das gesamte Auswahlverfahren verwendet.
Wichtig: Kein landesweit einheitlicher Test
Einen einheitlichen Eignungstest HF Pflege für die gesamte Schweiz gibt es nicht. Einige Höhere Fachschulen nutzen die "Kompetenzanalyse Gesundheit HF" von gateway.one, andere setzen auf eigene Selektionsverfahren. Je nach Modell bewirbst Du Dich zuerst bei der Schule oder zuerst beim Ausbildungsbetrieb.
Das Aufnahmeverfahren besteht an vielen Höheren Fachschulen aus mehreren Elementen. Dazu gehören häufig eine schriftliche Kompetenzanalyse, ein persönliches Aufnahmegespräch sowie – je nach Schule – ein Schnupper- oder Eignungspraktikum. Dabei werden neben den schulischen Voraussetzungen insbesondere Motivation, Sozialkompetenz und Entwicklungspotenzial der Bewerber beurteilt. Über die Details im Verfahren entscheidet jede Höhere Fachschule selbst.
Zugangsvoraussetzungen
Bevor eine Bewerbung für einen Bildungsgang Pflege an einer Höheren Fachschule möglich ist, müssen zunächst die formalen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt werden. Grundsätzlich ist ein Abschluss auf Sekundarstufe II (etwa EFZ, gymnasiale Maturität, Fachmittelschulausweis oder gleichwertiger Abschluss) nötig.
Weitere Voraussetzungen variieren je nach Bildungsgang, Fachschule, Region und Modell. Hierzu zählen unter anderem:
- Ausreichende Deutschkenntnisse (die meisten Anbieter verlangen C1-Niveau)
- Vollständige Bewerbungsunterlagen innerhalb der Bewerbungsfrist
- Der Nachweis eines Schnupper- oder Eignungspraktikums
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Typischer Ablauf des Aufnahmeverfahrens
Der grundsätzliche Ablauf ähnelt sich an vielen Höheren Fachschulen. Wie das Aufnahmeverfahren im Detail aussieht, entscheidet jedoch jede Schule selbst. So unterscheiden sich etwa die eingesetzten Testverfahren, die Dauer oder zusätzliche Bestandteile wie ein Schnupperpraktikum. Die folgende Tabelle zeigt das prototypische Aufnahmeverfahren Schritt für Schritt.
| Schritt | Beschreibung |
| 1. Bewerbung | Einreichung der Bewerbungsunterlagen bei der gewünschten Höheren Fachschule. |
| 2. Prüfung der Zulassung | Die Schule prüft, ob die formalen Zugangsvoraussetzungen erfüllt sind. |
| 3. Kompetenzanalyse | Computergestützter Eignungstest (meist Kompetenzanalysen). |
| 4. Eignungspraktikum | Je nach Schule absolvieren Bewerber zusätzlich ein Eignungs- oder Schnupperpraktikum. |
| 5. Aufnahmegespräch | Persönliches Interview zu Motivation, Berufsverständnis und persönlichen Kompetenzen. |
| 6. Aufnahmeentscheid | Nach Abschluss des Aufnahmeverfahrens entscheidet die Schule über die Zulassung. |
Der reguläre HF-Bildungsgang dauert drei Jahre in Vollzeit. Bei berufsbegleitenden Angeboten erhöht sich die Dauer entsprechend. Für Fachpersonen Gesundheit (FaGe) ist bei einigen Anbietern auch ein verkürzter zweijähriger Bildungsgang möglich. Ein allgemeiner Anspruch auf Verkürzung besteht nicht.
Ob die Kompetenzanalyse als bestanden gilt, entscheidet der jeweilige Bildungsanbieter anhand eigener Grenzwerte und Zulassungsreglemente. Ein Ergebnis, das bei einer HF ausreicht, muss deshalb nicht automatisch bei einer anderen HF anerkannt werden.
Aufnahmeverfahren am Beispiel Careum Bildungszentrum Zürich
Das Careum Bildungszentrum in Zürich zeigt beispielhaft, wie ein Aufnahmeverfahren für die HF Pflege aufgebaut sein kann. Nach der Kompetenzanalyse, einem rund vierstündigen computergestützten Eignungstest, reichen Bewerber ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen ein. Anschliessend absolvierst Du ein Eignungspraktikum in einer geeigneten Gesundheitseinrichtung. Den Abschluss bildet ein etwa 45-minütiges Eignungsgespräch, in dem Motivation, Berufsverständnis und persönliche Kompetenzen beurteilt werden. Erst danach entscheidet die Schule über die Aufnahme in den Bildungsgang. Bei anderen Anbietern kann das Verfahren variieren.
Inhalte des Eignungstests HF Pflege
An vielen Höheren Fachschulen gehört die Kompetenzanalyse Gesundheit HF von gateway.one zum Aufnahmeverfahren. Über die Plattform gateway.one können Bewerber freie Prüfungstermine buchen. Die Kompetenzanalyse kann pro Abklärungsperiode maximal zweimal absolviert werden. Sie dauert vier Stunden. Für die Teilnahme fallen Kosten von 150 Schweizer Franken an. Andere Anbieter führen eigene Eignungsabklärungen oder Selektionsverfahren durch. Hier gelten dann spezifische Regelungen.
Anders als viele vermuten, steht bei der Kompetenzanalyse nicht medizinisches oder pflegerisches Fachwissen im Mittelpunkt. Vielmehr soll festgestellt werden, ob Bewerber die Voraussetzungen für den anspruchsvollen HF-Bildungsgang mitbringen. Folgende Kompetenzen der Bewerber werden dabei geprüft:
| Kompetenz | Typische Inhalte |
| Deutsch und Englisch | Textverständnis, Grammatik, Rechtschreibung, sprachlicher Ausdruck |
| Mathematische Grundkenntnisse | Grundrechenarten, Prozent- und Zinsrechnung, einfache Textaufgaben und mathematische Zusammenhänge |
| Logisches und strategisches Denken | Zahlenreihen, Muster erkennen, Figuren drehen und logische Schlussfolgerungen |
| Kognitive Flexibilität | Eigenes Denken und Verhalten schnell an neue und sich verändernde Situationen anpassen |
| Konzentration und Merkfähigkeit | Informationen merken, Details erkennen und konzentriert unter Zeitdruck arbeiten |
| Naturwissenschaftliches Grundwissen | Grundlagen aus Biologie, Anatomie, Chemie und Physik auf Schulniveau |
| Vernetztes Denken | Zusammenhänge erkennen und passende Lösungen für beschriebene Situationen ableiten |
| Wahrnehmung und Textschreiben | Eindrücke analysieren, gezielte Beobachtung, Protokollerstellung etc. |
| Persönlichkeitsanalyse | Fragen zum Arbeitsstil, zur Teamfähigkeit, zum Umgang mit Stress und zur Selbstreflexion |
Je nach Schule können weitere Testbereiche hinzukommen oder einzelne Bestandteile unterschiedlich gewichtet werden.
Das Aufnahmegespräch
Nach dem schriftlichen Test folgt an vielen Höheren Fachschulen ein persönliches Aufnahmegespräch. Dabei geht es weniger um Fachwissen als um Motivation, Berufsverständnis und persönliche Kompetenzen. Typische Fragen sind beispielsweise:
- Warum möchtest Du Pflegefachperson HF werden?
- Weshalb hast Du Dich für diese Schule entschieden?
- Welche persönlichen Stärken bringst Du mit?
- Wie gehst Du mit Stress oder Konflikten um?
- Welche Erwartungen hast Du an die Ausbildung?
Entscheidend ist nicht die perfekte Antwort. Wer persönliche Erfahrungen aus einem Praktikum oder anderen Einblicken in den Pflegealltag einbezieht, kann seine Beweggründe besonders glaubwürdig erläutern.
5 Tipps zur Vorbereitung auf den Eignungstest
Eine gezielte Vorbereitung kann helfen, sicherer in das Aufnahmeverfahren HF Pflege zu starten. Zwar lässt sich nicht jeder Bestandteil des Eignungstests auswendig lernen, dennoch können Interessierte wichtige Fähigkeiten trainieren und sich gezielt mit den Anforderungen auseinandersetzen. Mit den folgenden Tipps kannst Du Dich gezielt auf den Eignungstest und das Aufnahmegespräch vorbereiten.
1. Frühzeitig über das Aufnahmeverfahren informieren
Da jede Höhere Fachschule ihr Aufnahmeverfahren etwas anders gestaltet, solltest Du Dich frühzeitig über Bewerbungsfristen, Zulassungsvoraussetzungen und den Ablauf informieren. So bleibt genügend Zeit, fehlende Unterlagen zu beschaffen und sich gezielt auf die einzelnen Bestandteile vorzubereiten.
2. Logik-, Sprach- und Mathematikaufgaben üben
Viele Aufgaben im Eignungstest HF Pflege lassen sich gezielt trainieren. Wiederhole deshalb grundlegende Mathematik, bearbeite Übungen zum Sprachverständnis und trainiere logisches Denken sowie Konzentrationsaufgaben. Besonders hilfreich ist es, auch unter Zeitvorgaben zu üben, damit die Prüfungssituation vertrauter wird.
3. Das Berufsbild kennenlernen
Im Aufnahmegespräch möchten die Schulen erkennen, dass Du Dich bewusst für den Pflegeberuf entschieden hast. Informiere Dich über den Berufsalltag, die verschiedenen Einsatzbereiche sowie die körperlichen und psychischen Anforderungen. Wer den Beruf realistisch einschätzt, kann im Aufnahmegespräch überzeugender auftreten.
4. Die eigene Motivation reflektieren
Überlege Dir, warum Du Pflegefachperson HF werden möchtest und welche Erfahrungen Dich zu dieser Entscheidung geführt haben. Vermeide allgemeine Aussagen wie “Ich möchte Menschen helfen”. Überzeugender sind konkrete Beispiele, die zeigen, warum Dich der Pflegeberuf begeistert und welche persönlichen Stärken Du mitbringst.
5. Gut vorbereitet zum Test erscheinen
Plane genügend Zeit für die Anreise ein, lege alle benötigten Unterlagen bereits am Vortag bereit und sorge für ausreichend Schlaf. Dadurch kannst Du entspannter und konzentrierter in den Eignungstest HF Pflege starten.
Checkliste: Optimal vorbereitet auf den Prüfungstag
- Einladung und Ausweis bereitlegen
- Benötigte Unterlagen kontrollieren
- Anreise planen
- Ausreichend schlafen
- Pünktlich erscheinen
- Ruhig und konzentriert in den Test starten
Fazit
Der Eignungstest HF Pflege ist meist Teil eines mehrstufigen Aufnahmeverfahrens. Im Mittelpunkt stehen nicht medizinische Fachkenntnisse, sondern Fähigkeiten und persönliche Eigenschaften, die für die Ausbildung und den späteren Berufsalltag wichtig sind. Wer sich frühzeitig informiert, typische Aufgaben trainiert und sich intensiv mit dem Pflegeberuf auseinandersetzt, verbessert seine Chancen auf einen Ausbildungsplatz deutlich.
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Häufige Fragen zum Eignungstest HF Pflege
- Ist der Eignungstest an jeder HF Pflege gleich?
- Gehört ein Aufnahmegespräch immer dazu?
- Kann ich mich auf den Eignungstest vorbereiten?
Nein. Die Aufnahmeverfahren unterscheiden sich je nach Höherer Fachschule. Ablauf, Inhalte und Gewichtung einzelner Bestandteile können variieren.
Viele Schulen führen ein persönliches Gespräch durch. Ob dieses verpflichtend ist, hängt jedoch von der jeweiligen Bildungseinrichtung ab.
Ja. Besonders sinnvoll ist es, Aufgaben zu Logik, Konzentration, Sprache und Mathematik zu üben sowie sich intensiv mit dem Berufsbild der Pflege auseinanderzusetzen.
- Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen, “Zulassungsverfahren HF”, https://zag.zh.ch/... (Letzter Zugriff am: 12.08.2026)
- Höhere Fachschule Gesundheit und Soziales Aarau, “Das Aufnahmeverfahren der HFGS für ein Teilzeitstudium beinhaltet Zulassung und Eignungsabklärung”, https://www.hfgs.ch/... (Letzter Zugriff am: 12.08.2026)
- Gateway Solutions AG, “Kompetenzanalyse Gesundheit HF”, https://www.gatewayone.pro/... (Letzter Zugriff am: 12.08.2026)



